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FOKUS DEUTSCH
Review 12


EPISODE 34

"Typisch Deutsch?"

14:29

ERGÜN:

Samstags ist in Deutschland Putztag. Mein Name ist Ergün Çevik. Ich bin Türke und lebe schon lange in Deutschland. Das erste, was mir zu Deutschland einfällt, ist: Sauberkeit, Ordnung und Pünktlichkeit.

Für mich zeigt sich in einem Schrebergarten die deutsche Seele. Und diese Genauigkeit: Verkehrsschilder an einem solchen Ort... Die Schilder muss man unbedingt beachten. Sonst bekommt man Ärger. Also, runter vom Fahrrad. Oder nicht.

6:18

Bei Rot stehen, bei Grün gehen. Ganz wichtig. Damit sich alle an die Regeln halten, ist alles beschildert. Natürlich hat diese Liebe zur Genauigkeit und Ordnung auch Vorteile. Zum Beispiel die Fahrpläne werden eingehalten.

Der Deutsche plant seine Zeit. Ein Terminkalender ist in Deutschland eine sehr wichtige Sache. Alles wird vorher vereinbart, zum Beispiel ein Friseurbesuch.

FRISEURIN:

...Wunderbar. Gut, Herr Klosk, das wäre dann der 5. Juni um 13 Uhr. Wiederhören.

ERGÜN:

Grüss Gott!

FRISEURIN:

Tag Herr Çevik.

ERGÜN:

Ich habe einen Termin.

FRISEURIN:

Ja, genau. Beim Dieter. Nehmen Sie bitte da drüben Platz.

ERGÜN:

Danke.

17:45

Wenn du eine Verabredung mit einem Deutschen hast, verspäte dich nie länger als fünf Minuten.

Hey, du kommst zu spät.

FREUND:

Hör mal, das sind gerade mal zehn Minuten.

ERGÜN:

Ich musste warten.

FREUDN:

Der Bus hatte Verspätung.

ERGÜN:

Dann musst du früher losgehen.

FREUND:

Du bist ja schlimmer als ein Deutscher.

ERGÜN:

Nun ja, in Deutschland sagt man auch, die Ausnahme bestätigt die Regel.

 

"Vom Sauerkraut zur Pizza"

18:31

ERZÄHLER:

Ein Fernsehkoch in den 50er Jahren. Die typische deutsche Küche gibt es nicht. Aber es gibt einige Gerichte, die doch typisch deutsch sind. Schweinshaxe mit Knödeln, Bratwürste, Brathähnchen, Koteletts und Schnitzel. In den 50er Jahren hatte in Deutschland eine Zeit des Wohlstandes begonnen. Die Industrie wuchs und die Unternehmen suchten dringend neue Arbeitskräfte. So kamen in den 60er Jahren Hunderttausende von ausländischen Arbeitern nach Deutschland. Sie kamen zunächst aus Italien, später auch aus Spanien, Portugal, Jugoslawien, Griechenland und der Türkei.

19:49

Die Ausländer brachten ihre Lebens- und Essgewohnheiten mit nach Deutschland. Und auch ihre Lebensmittel, zum Beispiel Zucchini, Artischocken, Knoblauch, Oliven oder Lammfleisch. Viele Ausländer, die damals kamen, blieben für immer. Einige von ihnen eröffneten Restaurants. Neben den vielen Restaurants aus den europäischen Nachbarländern gibt es auch andere, zum Beispiel syrische, chinesische und thailändische.

Die ausländische Küche hat auch die Essgewohnheiten der Deutschen verändert.

 

EPISODE 35

"Umweltschutz zu Hause"

21:48

ERZÄHLER:

Eine Wohnsiedlung am Rande von Hamburg. Keine ganz gewöhnliche Siedlung denn sie ist besonders umweltfreundlich. Die Häuser hat man so gebaut, dass viel Energie gespart wird. Mit Solaranlagen erhält man Energie aus Sonnenlicht. Dächer aus Gras schützen vor Hitze und Kälte. Unter diesem grünen Dach wohnt Familie Barmbeck.

BÄRBEL:

Das Haus ist so gebaut worden, dass möglichst wenig Energie verbraucht wird. Also das fängt an mit dem Grasdach. Dann haben wir darauf geachtet, dass möglichst giftfreie umweltfreundliche Farben verwendet worden sind für den Anstrich innen und aussen. Die Fussböden sind zum grössten Teil aus Holz, was ja auch wieder Wärme hereinbringt in das Haus. Ja also die ökologische Gestaltung der Siedlung bringt sehr viel Lebensqualität für die Menschen die hier leben. Das viele Grün ist schön, man braucht nicht weit zu fahren, man hat alles um sich herum.

23:19

ERZÄHLER:

Die Barmbecks versuchen Energie zu sparen und Müll zu vermeiden. Zum Beispiel macht Bärbel Barmbeck Jogurt selbst. So kommen keine Plastikbecher ins Haus. Die Waschmaschine braucht nur wenig Wasser und weil Bärbel Barmbeck nicht so heiss wäscht, spart sie auch Energie.

BÄRBEL:

Nach dem Wäschewaschen muss die Wäsche ja getrocknet werden. Das machen wir aber nicht im elektrischen Wäschetrockner sondern wir haben uns einen Wäschetrockner dafür gebaut. Da nutzen wir die warme Luft die im Raum zirkuliert und sparen dabei sehr viel Strom.

24:12

ERZÄHLER:

Auch beim Licht spart die Familie Energie, mit Energiesparlampen die wenig Strom verbrauchen. Der Abfall wird bei Barmbecks sorgfältig getrennt. Der organische Müll, zum Beispiel Reste vom Essen oder Kartoffelschalen, kommt auf den Komposthaufen. Kunststoff und Plastik werden extra gesammelt. Und auch Glas und Papier. Das fahren die Barmbecks dann zu grossen Containern. Problemstoffe wie zum Beispiel Neonröhren und Batterien bringt die Familie zu einer besonderen Sammelstelle. Viele Menschen in dieser Siedlung nehmen Rücksicht auf die Umwelt. Dadurch verbessert sich die Lebensqualität für alle. Aber leider gehen immer noch viele Menschen in Deutschland nicht so rücksichtsvoll mit der Umwelt um.

 

25:41 END


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