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FOKUS DEUTSCH
Review 10


EPISODE 28

"Geschichte einer Universität"

14:23

ERZÄHLER:

In Heidelberg am Neckar befindet sich eine der ältesten Universitäten Deutschlands. Heute studieren an dieser Universität etwa 35000 Studenten. Jeder vierte Einwohner von Heidelberg ist Student. Ein beliebtes Studienfach ist Rechtswissenschaft. Jura konnte man hier schon vor 500 Jahren studieren. Die Heidelberger Universität wurde im 14. Jahrhundert gegründet. Im Mittelalter hatte sie die besten Professoren von Europa und sie kaufte die schönsten Handschriften. Neben Jura waren Theologie, Philosphie und Medizin die ersten Studienfächer.

Im 19. Jahrhundert werden Chemie und Physik zu Studienfächern. Der Heidelberger Professor Wilhelm Bunsen erfand den Bunsenbrenner. Auch in den Geisteswissenschaften hat die Universität einen guten Ruf. Viele berühmte Philosophen haben in Heidelberg gelehrt oder studiert, zum Beispiel Hegel, Max Weber und Carl Jaspers.

15:56

Heidelberg nach dem Zweiten Weltkrieg. Die Altstadt mit den alten Universitätsgebäuden wurde nicht zerstört. Die Universität war die erste in Deutschland, die nach dem Krieg den Lehrbetrieb wieder aufnahm.

In den 60er Jahren studieren fast ebenso viele Frauen wie Männer. Die 60er Jahre waren die Zeit des Studentenprotestes, auch in Heidelberg. Die Studenten verlangten mehr Demokratie in der Gesellschaft und in der Universität. Der Protest der Studenten war erfolgreich. Die Universitäten wurden reformiert und die Ausbildung der Studenten wurde modernisiert. Neue Studienbereiche sind entstanden. Man kann jetzt zum Beispiel Übersetzen und Dolmetschen studieren.

Die Heidelberger Universität ist moderner und grösser geworden. Wichtige Forschungen finden besonders in den medizinischen Instituten statt aber auch am Deutschen Krebsforschungszentrum. Die Zahl der Studenten nimmt zu. Auch die Heidelberger Universität ist eine Massenuniversität geworden.

 

"Ein Student aus Kamerun"

17:50

ERZÄHLER:

Das ist Guy. Er studiert in Aachen. Guy schreibt einen Brief an seinem Bruder in Kamerun.

GUY:

Cher Eric...

ERZÄHLER:

Lieber Eric, Du wunderst dich darüber, wieviel Geld ich als Student in Deutschland habe. Aber hier ist alles sehr teuer. Zum Beispiel zahle ich jeden Monat 250 Mark für mein kleines Zimmer, das ich im Studentenwohnheim bekommen habe. Hier sind die Zimmer billiger und ich habe jetzt mehr Kontakt zu deutschen Kommilitonen.

Manchmal kochen wir auch zusammen. Am Anfang habe ich mich an der Universität ziemlich einsam gefühlt. Dann habe ich Robert kennengelernt, der auch Maschinenbau studiert. Seit wir gemeinsam studieren, macht mir das Studium richtig Spass. In den Vorlesungen, die meist in einem grossen Hörsaal sind, verstehe ich nicht immer alles. Neben den Vorlesungen gibt es kleine Arbeitsgruppen wo man den Stoff der Vorlesungen an praktischen Übungen wiederholt.

ROBERT:

Ich geh jetzt in die Mensa, kommst du mit?

GUY:

Ja, lass uns jetzt mal was essen gehen.

20:22

ERZÄHLER:

Das Essen in der Mensa ist viel billiger als im Restaurant. Merkwürdig ist, dass man hier beim Essen nur mit Menschen redet, die man kennt. Ich esse oft mit Robert. Aber manchmal treffe ich in der Mensa auch Landsleute mit denen ich mich dann auch mal über Kamerun unterhalten kann.

Aachen ist eine viel ruhigere Stadt als die Städte in Kamerun. Eigentlich gefällt es mir in Aachen sehr gut. Nach den Vorlesungen gehe ich manchmal abends noch aus und treffe mich mit anderen Studenten. Auch wegen der guten Freunde die ich hier gefunden habe, fühle ich mich wohl hier, aber manchmal sehne ich mich doch nach den warmen Abenden in Kamerun.

 

EPISODE 29

"Hilfe für Arbeitslose"

22:01

ERZÄHLER:

Ein Arbeitsamt in Köln. Menschen, die hierher kommen, suchen meistens eine Arbeitsstelle. Das ist Monika Schneider. Sie ist Arbeitsvermittlerin beim Arbeitsamt in Köln. Ihre Aufgabe ist es für Arbeitssuchende und Arbeitslose Stellen zu finden.

MONIKA:

Ach, kommen Sie doch bitte herein. Guten Tag, mein Name ist Schneider.

HERR WEINART:

Mein Name ist Weinert, ich bin Elektromeister. Ich suche eine neue Arbeitsstelle.

MONIKA:

Sind Sie schon lange arbeitslos?

HERR WEINART:

Ungefähr ein halbes Jahr.

MONIKA:

Tja, also... In Köln ist es im Moment sehr schwierig, eine neue Stelle zu finden als Elektromeister.

HERR WEINART:

Was kann man denn da machen?

MONIKA:

Die einzige Möglichkeit, die ich für Sie sehe, ist in eine andere Stadt zu ziehen. Haben Sie sich das schon mal überlegt?

HERR WEINART:

Das müsste ich mir noch mal überlegen. Ich weiss nicht, ob meine Frau damit einverstanden sein wird.

MONIKA:

Das kann ich verstehen. Wenn Sie zu einer Entscheidung gekommen sind, können Sie mir bitte dieses Formular ausfüllen und an mich zurückschicken. Dann kann ich Ihnen Bescheid geben in welcher Stadt Elektromeister gesucht werden.

HERR WEINART:

Gut.

MONIKA:

Ja? Okay.

HERR WEINART:

Vielen Dank. Auf Wiedersehen.

23:29

ERZÄHLER:

Monika Schneider sucht auch den direkten Kontakt zu den Unternehmen. Wenn ein Betrieb eine freie Stelle beim Arbeitsamt meldet, fährt Monika Schneider dorthin. Heute informiert sie sich bei einem Apotheker, der eine Mitarbeiterin sucht.

MONIKA:

Guten Tag.

HERR KLOOS:

Guten Tag, Frau Schneider. Nehmen Sie schon mal Platz, ich komme dann sofort. Würden Sie die Dame weiterbedienen? So...

MONIKA:

So, Herr Kloos. Ich habe für Sie zwei Bewerberinnen gefunden.

HERR KLOOS:

Ja, wunderbar...

MONIKA:

Sie suchen ja dringend eine Apothekenhelferin. Es ist einmal die Frau Fechtner... und einmal die Frau Liebermann. Beides gelernte Apothekenhelferinnen mit viel Berufserfahrung.

HERR KLOOS:

EDV-Erfahrung haben beide Damen?

MONIKA:

Ja, beide haben schon mit EDV gearbeitet.

HERR KLOOS:

Dann mache ich Termine mit beiden Damen und verständige Sie dann hinterher über meine Entscheidung?

MONIKA:

Ja, das wäre am besten.

24:42

ERZÄHLER:

Jetzt hat Monika Schneider einen Termin bei einem Handelsunternehmen.

HERR LEBENDIG:

Nehmen Sie bitte Platz.

MONIKA:

Ja, danke schön. Ja, Herr Lebendig, sie hatten mich angerufen. Sie suchen einen Gross- und Aussenhandelskaufmann.

HERR LEBENDIG:

Ja, das stimmt.

MONIKA:

Welche Kenntnisse soll der Bewerber denn mitbringen?

HERR LEBENDIG:

Also, der Bewerber, der sollte nicht älter als dreissig Jahre sein. Er sollte eine abgeschlossene Berufsausbildung haben...

MONIKA:

Sie sagten, der Bewerber wird hier im Betrieb eingearbeitet?

HERR LEBENDIG:

Ja.

MONIKA:

Wäre es möglich, dass sie mir den Arbeitsplatz zeigen?

HERR LEBENDIG:

Das mach ich gerne.

MONIKA:

Ja, dann hoffe ich, dass ich für Sie einen geeigneten Mitarbeiter finde. Ich werde mich bei Ihnen melden, sobald ich jemanden habe, und dann hoffe ich, dass derjenige dann auch bald anfangen kann.

HERR LEBENDIG:

Ja gut, Frau Schneider, ich bedanke mich.

 

25:42 END


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