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FOKUS DEUTSCH
Episode 33


ANNENBERG ANNC.
MUSIC AND CREDITS
TITLE

with
Dr. Robert Di Donato
Miami University
Oxford, Ohio

and
Susanne Dyrchs


INTRO

:34

PROFESSOR:

Wasser. Wir trinken es, wir baden darin, wir duschen damit, wir brauchen es zum Kochen. Aber Wasser als Heilungsmittel? Da denken viele in Deutschland an Kur. Kur: Was gehört dazu? Natürlich Wasser, aber auch ärztliche Behandlung, Spaziergänge, Vergnügungen wie Bootsfahrten oder die Spielbank.

 

DOCUMENTARIES

"Ein Kurort"

1:13

ERZÄHLER:

Im 19. Jahrhundert reisten Adelige, Künstler und Politiker aus ganz Europa zur Kur nach Bad Ems. Der deutsche Kaiser Wilhelm, der russische Schriftsteller Dostojewski und der Komponist Richard Wagner. Clara Schumann und Jacques Offenbach gaben Konzerte und sogar der russische Zar Alexander vergnügte sich hier.

In Bad Ems wurde auch Politik gemacht. Ein Gedenkstein auf der Kurpromenade erinnert an ein historisches Datum. Am 13. Juli 1870 um zehn Minuten nach neun Uhr morgens kam es auf der Kurpromenade zu einer Begegnung und zwar zwischen dem französischen Botschafter und dem deutschen Kaiser. Im Verlauf dieser Begegnung gerieten die beiden in Streit. Dieser Streit führte zum Krieg zwischen Deutschland und Frankreich.

2:42

Bad Ems zu Beginn des 20. Jahrhundert. 1914 brach der 1. Weltkrieg aus. Nach dem Krieg wurden französische Truppen in den Hotels untergebracht. In den 30er Jahren kommen die Nazis an die Macht. In Bad Ems treffen sich nun auch Parteimitglieder und hohe Politiker.

Im 2. Weltkrieg wurde die Stadt kaum zerstört. Heute ist Bad Ems ein beliebtes internationales Ausflugsziel und ein Kurort für jedermann. Es wurden grosse Kliniken gebaut, in denen die Kurgäste behandelt werden. Aus dem exklusiven Bad der Kaiser und Könige ist ein moderner Kurort für Arbeiter und Angestellte geworden.

3:45

SUSANNE:

Ich kenne eigentlich nur ältere Leute die sich in Kuren begeben, wobei die sehr sinnvoll sind. Also, soweit ich weiss, helfen sie vielen Menschen, und auch meine Mutter war mal in einer Kur wegen einer Krankheit hier in den Nebenhöhlen und das hat ihr sehr geholfen. Aber für mich wäre das glaube ich noch nichts.

ERIKA:

Also wenn man zur Kur geht-- ich weiss ja von meiner Tante, die geht immer zur Kur. Sie sagt das ist so schön. Da wird auf einem rumgeknetet, jeder Körperteil wird rumgeknetet. Man darf nicht machen was man möchte, dann wird einem gesagt: "Frau Erika, jetzt gehen Sie einmal um diesen kleinen Weiher hier herum." Oder: "Jetzt atmen Sie ganz tief für zwei Stunden, da kommen so ganz schöne Lüfte aus der Erde, die riechen nach Eukalyptus, atmen Sie ganz tief ein." Aber nach einer Weile, ich glaube, es wäre mir etwas... etwas langweilig.

4:44

PROFESSOR:

Beim Kuren macht man leichte Übungen, um wieder fit zu werden. Wie halten Sie sich fit?

CLAUDIA:

Um fit zu bleiben gehe ich jetzt regelmässig seit einem Jahr in ein Fitnessklub "Swiss Training". Ich mach dort manchmal Aerobic, manchmal Geräte, im Wechsel. Gehe sonntags im Winter immer schwimmen, im Sommer nicht, nur im Winter. Fahre sehr viel Rad. Ja, und versuche gesund zu leben indem ich jetzt seit zwei Jahren einmal in der Woche Salat esse, wegen meiner Tochter, die ist auf einem vegetarischen Trip im Moment.

GÜRKAN:

Um fit zu bleiben, was mache ich? Ich hab mich jetzt im letzten Jahr in einem Fitnessklub eingeschrieben. Da habe ich pro Woche einmal, zweimal besucht. Leider habe ich jetzt in den letzten zwei Monaten das nicht in Anspruch nehmen können.

ANETT:

Ich mache Sport sehr gerne. Ich renne frühs im Wald. Und ich fahre gern Fahrrad, um mich einfach zu bewegen.

5:51

TOBIAS:

Um fit zu bleiben treibe ich etwas Sport, wie zum Beispiel Rollerbladen.

STEFAN:

Ich versuche, öfter Joggen zu gehen.

DIRK:

Um fit zu bleiben, mache ich... spiele ich Handball. Mein Bruder und ich spielen in demselben Team Handball und das macht sehr viel Spass. Einmal in der Woche haben wir Training und am Wochenende haben wir dann ein Punktspiel.

DANIELA:

Leider bin ich faul, also mache ich nicht explizit jeden Tag Sport. Ich würde sagen ich gehe sehr viel. Ich fahre sehr gerne Ski. Also jedesmal im Winter gehe ich Skifahren. Ab und zu spiele ich Tennis. Ich gehe sehr gerne schwimmen, und das wär's.

ERIKA:

Um fit zu bleiben mache ich jetzt etwas mit meinem kleinen Hund den ich mir gerade angeschafft habe. Früher bin ich zu einem Fitnessklub gegangen, aber jetzt ist es viel schöner in der Natur mit dem kleinen Hund um den See zu rennen. Wir wohnen an einem kleinen See und da rennen wir rum und er freut sich und da bin ich in der Natur und das ist mir lieber.

6:58

PROFESSOR:

Beim Kuren isst man auch gesund: Joghurt, Müsli, Salat, Obst und Gemüse. Was essen Sie, um gesund zu bleiben?

DIRK:

Ich versuche, gesund zu essen. Gesund zu essen heisst für mich viel Obst, viel Gemüse, Vitamine.

GRACE:

Ich versuche, viel Obst und Gemüse zu essen und möglichst nicht allzuviel Fett.

STEFAN:

Leider esse ich viel zu wenig gesund. Ich mag schnelle Imbisse, und... aber öfter versuche ich auch Salate zu essen, Früchte, Brot, alles was gesund ist.

ANETT:

Ich versuche, gut zu essen. Das ist manchmal nicht so einfach. Ich esse kein Fleisch. Ich versuche, viel Gemüse und viel Obst zu essen und auch ganz gutes Brot.

 

"Ein Arztbesuch"

7:56

PROFESSOR:

Und jetzt sehen wir einen Arztbesuch. Warum geht Sven zum Arzt? Zur Vorsorge natürlich.

ERZÄHLER:

In diesem Haus arbeiten verschiedene Ärzte unter einem Dach. Sven geht zu einem Facharzt für Allgemeinmedizin.

SVEN:

Guten Tag.

SPRECHSTUNDENHILFE:

Guten Tag, Herr Schüder.

SVEN:

Ich habe einen Termin für die Vorsorgeuntersuchung.

SPRECHSTUNDENHILFE:

Ja. Haben Sie Ihre Versichertenkarte dabei?

SVEN:

Ja. Hier bitte.

ERZÄHLER:

Sven ist Mitglied in einer Krankenkasse. Die Vorsorgeuntersuchung wird von der Krankenkasse bezahlt.

SPRECHSTUNDENHILFE:

Sie können dann direkt ins Labor durchgehen.

SVEN:

Ja, danke.

ARZTHELFERIN:

Machen Sie bitte den rechten Arm frei... Legen Sie ihn hier drauf... So, jetzt bitte eine Faust machen. Jetzt piekst es ein bisschen... Jetzt bitte ganz fest draufdrücken. Nehmen Sie im Wartezimmer bitte noch Platz, wir rufen Sie dann auf.

9:28

ERZÄHLER:

Sven wartet auf die Untersuchung durch den Arzt.

SPRECHSTUNDENHILFE:

Frau Meier bitte ins Labor und Herr Schüler ins Sprechzimmer.

ARZT:

Guten Tag, Herr Schüder.

SVEN:

Guten Tag, Herr Doktor.

ARZT:

So, dann wollen wir jetzt mit der Untersuchung anfangen. Atmen Sie ganz tief durch. Und jetzt die Luft anhalten... ja, alles gut. Jetzt wollen wir noch mal sehen, ob mit Ihrem Herzen auch alles in Ordnung ist... Ja, wir werden gleich noch ein Belastungs-EKG mit Ihnen machen.

SVEN:

Ja.

ARZTHELFERIN:

Und stop, bitte.

10:49

ARZT:

Das EKG ist in Ordnung, der Blutdruck ist jedoch leicht erhöht. Ich verschreibe Ihnen dafür ein Blutdruckmittel. Das Rezept können Sie vorne an der Anmeldung abholen. Rufen Sie mich in zwei Tagen wieder an, dann kann ich Ihnen die Ergebnisse der übrigen Untersuchungen mitteilen. Wiedersehen.

SVEN:

Wiedersehen.

SPRECHSTUNDENHILFE:

Hier ist noch Ihr Rezept, Herr Schüder.

SVEN:

Ja, vielen Dank.

SPRECHSTUNDENHILFE:

Wiedersehen.

SVEN:

Wiedersehen.

ERZÄHLER:

Die Krankenkasse zahlt auch das Medikament. Nur ein paar Mark muss Sven selbst dazu zahlen.

PROFESSOR:

Wie oft geht man denn zum Arzt?

12:05

GÜRKAN:

Arztbesuch? Vielleicht mal alle zwei, drei Jahre, aber... ja, jedes Jahr gehe ich einmal zum Arzt, Zahnarzt. Das muss man bei uns tun.

DANIELA:

Ich war einmal im Krankenhaus, weil ich mich sehr schlecht gefühlt habe. Ich hatte sehr hohes Fieber und ich war alleine, und ich wusste nicht wie ich das Fieber bekämpfen kann und deswegen bin ich ins Spital gegangen. Aber normalerweise, ich hatte keine Operationen, nichts.

STEFAN:

Die Krankenkasse in der Schweiz ist sehr, sehr teuer. Es gibt leider zu wenig Leute, die dafür zahlen können. Aber die Krankenhäuser sind alle sehr, sehr gut und dementsprechend hoch sind auch die Kosten für die Gesundheitspflege.

PROFESSOR:

Wie Sie sehen, achtet man sehr auf die Gesundheit. Ob Vorsorge oder Kur, ob Sport oder gesundes Essen, es gehört einfach dazu. Was tun Sie für Ihre Gesundheit?

 

13:13 END


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