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INTRO
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PROFESSOR: |
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Bildung und Studium: Begriffe, die in Deutschland Tradition haben. |
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In Heidelberg befindet sich die älteste deutsche Universität. Sie ist heute noch eine weltweit bekannte und populäre Hochschule. Durch die Jahre hindurch hat sich das Studium sehr verändert. Studentenproteste, Hochschulreform, Modernisierung. Die heutige Universität sieht ganz anders aus als die von früher. |
DOCUMENTARIES
"Geschichte einer Universität"
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ERZÄHLER: |
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In Heidelberg am Neckar befindet sich eine der ältesten Universitäten Deutschlands. Heute studieren an dieser Universität etwa 35000 Studenten. Jeder vierte Einwohner von Heidelberg ist Student. Ein beliebtes Studienfach ist Rechtswissenschaft. Jura konnte man hier schon vor 500 Jahren studieren. Die Heidelberger Universität wurde im 14. Jahrhundert gegründet. Im Mittelalter hatte sie die besten Professoren von Europa und sie kaufte die schönsten Handschriften. Neben Jura waren Theologie, Philosphie und Medizin die ersten Studienfächer. |
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Im 19. Jahrhundert werden Physik und Chemie zu Studienfächern. Der Heidelberger Professor Wilhelm Bunsen erfand den Bunsenbrenner. Auch in den Geisteswissenschaften hat die Universität einen guten Ruf. Viele berühmte Philosophen haben in Heidelberg gelehrt oder studiert, zum Beispiel Hegel, Max Weber und Carl Jaspers. |
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Heidelberg nach dem Zweiten Weltkrieg: Die Altstadt mit den alten Universitätsgebäuden wurde nicht zerstört. Die Universität war die erste in Deutschland, die nach dem Krieg den Lehrbetrieb wieder aufnahm. |
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In den 60er Jahren studieren fast ebenso viele Frauen wie Männer. Die 60er Jahre waren die Zeit des Studentenprotestes, auch in Heidelberg. Die Studenten verlangten mehr Demokratie in der Gesellschaft und in der Universität. Der Protest der Studenten war erfolgreich. Die Universitäten wurden reformiert und die Ausbildung der Studenten wurde modernisiert. Neue Studienbereiche sind entstanden. Man kann jetzt zum Beispiel Übersetzen und Dolmetschen studieren. |
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Die Heidelberger Universität ist moderner und grösser geworden. Wichtige Forschungen finden besonders in den medizinischen Instituten statt aber auch am Deutschen Krebsforschungszentrum. Die Zahl der Studenten nimmt zu. Auch die Heidelberger Universität ist eine Massenuniversität geworden. |
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PROFESSOR: |
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Du machst, Susanne, nächstes Jahr das Abitur? |
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SUSANNE: |
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Hoffentlich, ja. |
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PROFESSOR: |
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Das heisst, du bist dann fertig mit der Schule. |
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SUSANNE: |
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Richtig. |
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PROFESSOR: |
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Und danach? |
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SUSANNE: |
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Gute Frage. Also als erstes möchte ich gern ein Jahr ins Ausland gehen, also nach Spanien oder in die USA oder nach England, um die Sprache ein bisschen zu lernen und zu verfestigen. Und danach möchte ich eigentlich studieren. |
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PROFESSOR: |
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Und weisst du, wo du studieren möchtest? |
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SUSANNE: |
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Ja, ich denke ich werde erstmal in meiner Heimatstadt Köln beginnen. Wo es mich dann hinverschlägt, weiss ich noch nicht. Aber ich würde gerne Politologie studieren, Geschichte und vielleicht Philosophie. Mal sehen. |
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PROFESSOR: |
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Und in Köln, kann man das machen in Köln? |
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SUSANNE: |
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Ja, Köln hat eine grosse Uni, riesengross. |
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KLAUS: |
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Ich bin gleich nach dem Abitur auf die Universität gegangen, nach Münster. Und für mich war es absolut klar, dass ich Mathematik studieren wollte. Der Grund, warum ich nach Münster ging, war, dass der Professor der die Mathematik in Münster vertritt einen Brief an unsere Schule geschickt hatte, in dem er sagte, wie gut und wie sehr man sich um die Studenten kümmert in Münster. Ich bin dann dort hingegangen und meine Erfahrung war auch sehr positiv. |
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DANIELA: |
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Der Studienablauf in Österreich teilt sich in zwei Abschnitte. Der erste Studienabschnitt dauert zwei Jahre, dann hat man die erste Diplomprüfung. Dann kommen wieder zwei Jahre, man hat die zweite Diplomprüfung, plus man muss eine Diplomarbeit schreiben und dann ist das Studium beendet. |
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PROFESSOR: |
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An den Universitäten in Deutschland studieren sehr viele internationale Studenten und Studentinnen. |
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SABINE: |
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Ausländische Studenten und Studentinnen gibt es viele in Köln. Ja, ich kenne auch einige, weil an meiner Uni halt viele studieren, das ist ganz normal in Köln. Und zum Beispiel kommen-- kenne ich welche aus Holland, aus Brasilien, kenne ich halt welche. |
"Ein Student aus Kamerun"
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PROFESSOR: |
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Und Sie lernen einen Studenten aus Kamerun kennen. |
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ERZÄHLER: |
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Das ist Guy. Er studiert in Aachen. Guy schreibt einen Brief an seinen Bruder in Kamerun. |
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GUY: |
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Cher Eric... |
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ERZÄHLER: |
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Lieber Eric, Du wunderst dich darüber, wieviel Geld ich als Student in Deutschland habe. Aber hier ist alles teuer. Zum Beispiel zahle ich jeden Monat 250 Mark für mein kleines Zimmer, das ich im Studentenwohnheim bekommen habe. Hier sind die Zimmer billiger und ich habe jetzt mehr Kontakt zu deutschen Kommilitonen. |
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7:57 |
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Manchmal kochen wir auch zusammen. |
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Am Anfang habe ich mich an der Universität ziemlich einsam gefühlt. Dann habe ich Robert kennengelernt, der auch Maschinenbau studiert. Seit wir gemeinsam studieren, macht mir das Studium richtig Spass. In den Vorlesungen, die meist in einem grossen Hörsaal sind, verstehe ich nicht immer alles. Neben den Vorlesungen gibt es kleine Arbeitsgruppen wo man den Stoff der Vorlesungen in praktischen Übungen wiederholt. |
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ROBERT: |
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Ich geh jetzt in die Mensa, kommst du mit? |
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GUY: |
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Ja, lass uns jetzt mal was essen gehen. |
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ERZÄHLER: |
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Das Essen in der Mensa ist viel billiger als im Restaurant. Merkwürdig ist, dass man hier beim Essen nur mit Menschen redet, die man kennt. Ich esse oft mit Robert. Aber manchmal treffe ich in der Mensa auch Landsleute mit denen ich mich dann auch mal über Kamerun unterhalten kann. |
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Aachen ist eine viel ruhigere Stadt als die Städte in Kamerun. Eigentlich gefällt es mir in Aachen sehr gut. Nach den Vorlesungen gehe ich manchmal abends noch aus und treffe mich mit anderen Studenten. Auch wegen der guten Freunde die ich hier gefunden habe, fühle ich mich wohl hier, aber manchmal sehne ich mich doch nach den warmen Abenden in Kamerun. |
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PROFESSOR: |
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Guy studiert Maschinenbau. Was kann man sonst noch studieren? |
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ANJA: |
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Nach meinem Gymnasialabschluss, dem Abitur, ging ich in den Norden, nach Greifswald, wo ich Germanistik und Musikwissenschaften studiert habe. |
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SABINE: |
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Ich habe vor zwei Jahren angefangen Jura zu studieren in Köln und habe zwei Semester Jura studiert. Dann habe ich aber festgestellt, dass das nicht meine Berufung ist, das später ein mal auszuüben und habe dann umgewechselt auf ein Studienfach, das mir persönlich sehr liegt, und zwar Sportwissenschaften. Und das studiere ich jetzt seit zwei Semestern, und fange ab diesem Semester noch mit Wirtschaftswissenschaften in Köln an der Uni an. |
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11:42 |
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Ja, wie sieht mein persönlicher Alltag aus? Ich könnte zum Beispiel montags erst einmal anderthalb Stunden schwimmen. In denen wird dann die Praxis und Theorie vereint. Dann Anatomie anderthalb Stunden. Dann habe ich meistens anderthalb Stunden frei. In denen gehe ich dann mit halt Freunden in die Mensa. Das ist unser Café sozusagen. Dort können wir Mittagessen oder nur Kaffee trinken, obwohl Kaffee trinken in der Cafete stattfindet. Oder wir setzen uns bei gutem Wetter einfach draussen auf die Wiesen, wie ich sagte, es ist halt sehr bewaldet dort, und quatschen, lesen, alles mögliche. |
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PROFESSOR: |
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Fast so wie hier, oder? |
12:30 END
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