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INTRO
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PROFESSOR: |
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Das bin ich, Robert Di Donato, Professor für Deutsch an der Miami University, Oxford, Ohio, und das ist Susanne Dyrchs, eine Gymnasiastin und Schauspielerin aus Deutschland. Susanne hat mir in meinem Deutschkurs dabei geholfen, die deutsche Sprache und Kultur zu unterrichten. Wir haben uns Geschichten zu verschiedenen Themen ausgedacht, zum Beispiel Geschichten über einen Azubi, einen Hausmann, die Sorgen eines Jugendlichen, und sogar über Susanne's Schwester Sabine. Aber jetzt haben wir uns entschieden, eine neue Richtung einzuschlagen. |
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SUSANNE: |
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Das reale Leben-- Leute, Ereignisse, Geschichte...... |
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PROFESSOR: |
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Zusammen mit Leuten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz werden wir nun über das wirkliche Leben in den deutschsprachigen Ländern berichten. |
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1:35 |
PROFESSOR: |
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Also Susanne, du hattest in deiner... in der Geschichte, hattest du eine Familie, und die Familie hiess Koslowski. |
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SUSANNE: |
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Ja, richtig. |
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PROFESSOR: |
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Das waren Herr Koslowski, Frau Koslowski, du warst drin... |
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SUSANNE: |
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Und Lars! |
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PROFESSOR: |
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Richtig. |
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SUSANNE: |
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Die Nervensäge. |
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PROFESSOR: |
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Die Nervensäge, richtig... Das ist aber nicht deine echte Familie. |
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SUSANNE: |
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Nein, nicht. |
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PROFESSOR: |
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Und deine echte Familie? Kannst du uns ein bisschen erzählen über deine wirkliche Familie? |
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SUSANNE: |
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Ja, da gibt's noch Sabine, aber die haben wir ja auch schon kennengelernt, meine ältere Schwester. |
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PROFESSOR: |
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Richtig. |
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SUSANNE: |
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Und mein Vater, meine Mutter. Also, wir leben alle vier zusammen. Und dann gibt's noch meine Oma, meine Grossmutter, die ist auch dreimal die Woche bei uns. |
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PROFESSOR: |
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Und was machen denn deine Eltern beruflich? |
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SUSANNE: |
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Also, mein Vater, der ist Professor für Jura, also für Recht, und meine Mutter ist Richterin. |
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2:33 |
PROFESSOR: |
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Ach, sie ist Richterin. Und du hast gesagt, deine Grossmutter wohnt bei euch? |
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SUSANNE: |
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Nein, die wohnt noch in der Stadt. Also, wir wohnen etwas ausserhalb in einem Vorort, und sie wohnt in der Innenstadt von Köln und obwohl sie schon ziemlich alt ist - also sie ist 85 - fährt sie dann immer noch dreimal die Woche mit dem Auto zu uns nach Fühlingen in den Vorort. |
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PROFESSOR: |
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Ach, sie besucht euch dann in dem Vorort? |
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SUSANNE: |
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Ja, sie kocht noch für uns und... |
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PROFESSOR: |
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Sie kocht noch für euch? |
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SUSANNE: |
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Ja, weil sie früher, als Sabine und ich klein waren, hat sie immer auf uns aufgepasst weil unsere Eltern ja beide berufstätig sind, und auch waren. Und das ist immer noch so eine Tradition, dass sie noch dreimal die Woche zu uns kommt. |
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PROFESSOR: |
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Ach, du stehst deiner Grossmutter sehr nahe dann? |
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SUSANNE: |
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Ja, sehr nahe. |
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PROFESSOR: |
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Erzählt deine Grossmutter auch manchmal über die Vergangenheit? |
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SUSANNE: |
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Ja viel, also früher hat sie auch in Dresden gewohnt gehabt... |
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PROFESSOR: |
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Ach, in Dresden... |
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SUSANNE: |
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... bevor der Zweite Weltkrieg ausgebrochen ist und dann ist sie eben nach Köln übergesiedelt. |
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PROFESSOR: |
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Hat sie immer noch Bilder aus dieser Zeit? |
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SUSANNE: |
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Viele, ja. Und ab und zu schauen wir uns die auch gemeinsam an, sie zeigt mir Fotos von ihren Brüdern und von ihrer Familie und den Eltern und so. |
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PROFESSOR: |
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Und auch wie es war in Dresden zu der Zeit. |
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SUSANNE: |
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Ja, viel. |
DOCUMENTARIES
"Eine Familiengeschichte"
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3:53 |
PROFESSOR: |
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Besuchen wir jetzt die Familie Heyn. |
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ERZÄHLER: |
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Sibylle Heyn. 37 Jahre alt. Sie lebt allein. Meta Heyn, 91 Jahre alt. Sie war verheiratet, und sie hat drei Kinder. Grossmutter und Enkelin. Zwei Frauen, ein Jahrhundert. Vieles hat sich verändert in diesem Jahrhundert. Auch die deutsche Familie. Als Meta Heyn geboren wurde, regierte in Deutschland Kaiser Wilhelm. |
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4:46 |
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Die deutsche Familie lebte in einer festen Ordnung. Der Vater traf alle wichtigen Entscheidungen. Die Mutter sorgte für Haus und Familie. Auch für die junge Meta war das so. Dennoch lernte sie einen Beruf. Mit 22 Jahren heiratet sie Franz Heyn. Sie gab ihren Beruf auf und bekam drei Kinder. |
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META HEYN: |
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Dein Grossvater wollte, dass ich daheim blieb und mich um die Kinder kümmerte. Und damals war das auch das Normale. |
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5:33 |
ERZÄHLER: |
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Die Nationalsozialisten kommen an die Macht. Aber das Familienleben ging weiter. Mit 16 Jahren wurden die Söhne Soldaten. Auch die Frauen mussten für den Krieg arbeiten. Der Krieg trennte die Familie von Meta Heyn. |
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Nach dem Krieg. Viele Väter suchten ihre Familien und Frauen suchten ihre Männer. |
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SIBYLLE HEYN: |
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Das ist nach dem Krieg? |
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META HEYN: |
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Ja. Der Krieg war aus, und wir, wir waren froh, dass wir ihn überlebt haben. |
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6:35 |
ERZÄHLER: |
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Die wirtschaftliche Situation wurde besser. Die Frauen wurden wieder Hausfrauen. Die Männer verdienten wie früher das Geld. Meta Heyns Sohn Karl studierte Jura. Nach dem Studium heiratete er. Tochter Sibylle wurde geboren. Ihre Mutter kümmerte sich um das Kind und den Haushalt. Ihr Vater machte Karriere. Es ging ihnen gut. Schon bald hatten sie ein Auto und ein eigenes Haus. Seit dem Tod ihres Mannes lebt Meta Heyn allein. Ihre Enkelin Sibylle wuchs in einer typisch deutschen Kleinfamilie auf. |
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In den 60er Jahren änderten sich die Ideale von Ehe und Familie. Auch Sibylle Heyn brach mit der Tradition. Sie löste ihre Verlobung und zog mit Freunden in eine gemeinsame Wohnung-- eine WG. |
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SIBYLLE HEYN: |
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Das war schön damals in der WG. Aber heute lebe ich lieber alleine. |
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ERZÄHLER: |
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Heute gibt es viele Lebensformen in Deutschland. Dennoch: die Familie lebt, aber sie verändert sich. Sibylle und Meta Heyn. Beide leben heute allein. Aber sie fühlen sich eng miteinander verbunden. |
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8:17 |
PROFESSOR: |
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So wie sich das anhört, Susanne, ist deine Familie also ziemlich traditionell: Mutter, Vater, zwei Kinder. Nicht wahr? |
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SUSANNE: |
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Ja. |
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PROFESSOR: |
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Und möchtest du auch so eine traditionelle Familie? |
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SUSANNE: |
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Ja, ich denke schon. Auch wenn es jetzt so viele Singles gibt oder Paare ohne Kinder, also, mag ich schon dieses Familienleben wo man diese Wärme spürt, Vertrauen, und... Ja, das möchte ich schon später auch haben. |
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PROFESSOR: |
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Aber nicht single bleiben? |
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SUSANNE: |
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Nee, ich hoffe nicht... |
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PROFESSOR: |
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Nur eine Zeit lang... |
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SUSANNE: |
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Ja, das auf jeden Fall. So nach dem Abitur, und ein bisschen rumzureisen. Da ist das schon ganz gut, aber später möchte ich schon eine grosse Familie haben. |
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"Lebensstile"
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9:05 |
ERZÄHLER: |
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Sabine und Peter Schenk. Sie sind seit fünf Jahren verheiratet. |
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PETER SCHENK: |
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Wir waren vorher acht Jahre befreundet, und irgendwann wollten wir dann einfach heiraten. |
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SABINE SCHENK: |
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Also wir glauben, dass wir zusammengehören und deshalb haben wir dann auch geheiratet. |
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PETER SCHENK: |
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Ausserdem haben wir uns eigentlich immer mindestens zwei Kinder gewünscht. |
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SABINE SCHENK: |
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Und ich finde, Kinder sollen in einer Familie aufwachsen. |
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PETER SCHENK: |
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Ehe bedeutet für mich vor allem auch Verantwortung übernehmen. |
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SABINE SCHENK: |
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Für mich ist Heiraten etwas ganz romantisches. Ich wollte eigentlich schon immer heiraten. Ich erwarte von meinem Ehepartner, dass er sich um seine Familie kümmert. |
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PETER SCHENK: |
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Erwartungen an meine Ehefrau - also habe ich keine besonderen, aber ich wünsche mir natürlich, dass sie zu mir hält. Also meine Familie ist sehr wichtig für mich. Sie ist ein Ruhepunkt und sie gibt mir Kraft. |
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SABINE SCHENK: |
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So eine Familie mit Kindern ist etwas wunderschönes, aber manchmal, da ist es schon sehr anstrengend. |
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10:19 |
ERZÄHLER: |
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Nora Bausch ist single. So wie sie leben immer mehr Deutsche allein. |
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NORA BAUSCH: |
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Ich lebe jetzt seit zwei Jahren alleine. Ich habe vorher mit meinem Freund zusammengelebt, und dann haben wir uns getrennt. Am Anfang war es schon eine grosse Umstellung alleine zu leben, aber inzwischen fühle ich mich sehr wohl dabei. |
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Single heisst ja nicht, dass ich allein bin. Ich hab ja haufenweise Freunde. Seit ich alleine lebe, unternehme ich viel mehr als früher, treff mich mit Freunden, geh ins Kino, ins Theater, ja. Meine Familie hat überhaupt nichts dagegen, dass ich allein lebe. Ist ja auch mein Leben. |
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Heiraten? Im Moment nicht, im Moment ist mir meine Freiheit wichtig. Aber, ja, was in zehn Jahren ist, keine Ahnung. |
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11:16 |
PROFESSOR: |
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Also Susanne, der Begriff Familie, nicht wahr, Familie, Single und so weiter - wenn du das Wort Familie hörst, was denkst du? |
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SUSANNE: |
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Mmh. Ich denke, ja, wie gesagt, an Wärme, dass man sich versteht, dass man aufeinander zugeht, dass da so ein gewisses Band ist, was alle zusammenhält. |
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PROFESSOR: |
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Und denkst du denn auch manchmal an andere Formen der Familie? |
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SUSANNE: |
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Ja, sicher, die gibt es ja. Aber für mich ist Familie eben etwas im traditionellen Sinne. |
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11:56 |
ANNETT: |
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Wenn ich das Wort Familie höre, denke ich an meine eigene Familie. Die bedeuten mir sehr viel. Ich lebe mit meinen Eltern zusammen, und ich habe auch eine grosse Schwester. |
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DANIELA: |
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Ich finde Familie ist das wobei, womit jeder glücklich ist und jeder muss es selbst definieren. Für mich sind es eben Kinder und ein Hund. Für andere ist es vielleicht eine Person oder nur die Person alleine. |
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STEFAN: |
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Ich hoffe sehr, dass die traditionelle Familie überleben wird, weil die moderne Familie, vielleicht beide Eltern arbeiten und die Kinder sind meistens alleine-- das führt doch nur zu Scheidungen in meiner Meinung. |
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12:44 |
PROFESSOR: |
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Also Susanne, deine persönliche Perspektive über die Familie, das finde ich sehr interessant. Deine Freunde und Freundinnen, denken sie auch so? |
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SUSANNE: |
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Mmh, ja, also einige schon. Einige wollen auch eine grosse Familie haben und viele Kinder, aber es gibt auch welche, die in erster Linie an ihre Karriere denken, an Berufsleben, oder es gibt auch einige die sagen, sie möchten keine Kinder haben wegen der Umwelt und weil sie das nicht geregelt kriegen würden und wegen der Umweltverschmutzung und so was. Also es gibt schon verschiedene Meinungen dazu. |
13:24 END
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