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FOKUS DEUTSCH
Episode 15

ANNENBERG ANNC.
MUSIC AND CREDITS
TITLE

with
Dr. Robert Di Donato
Miami University
Oxford, Ohio

and
Susanne Dyrchs
as
"Marion"


 

PREVIEW

:44

PROFESSOR:

Hallo! Heute Abend habe ich einen Gast zum Essen eingeladen. In Folge 15 geht Michael zu Familie Schäfer zum Abendessen. Sie werden Frau Schäfer kennenlernen, ihre Tochter und Freunde, die Familie Cornelius.

Noch ein kleines bisschen mehr Salz.

Sie werden sehen, wie das Abendessen der Familie Schäfer versalzen wird. Sie müssen ein Restaurant finden, eins das nicht geschlossen ist.

EVA SCHÄFER:

Pech gehabt. Heute Ruhetag.

FRAU SCHÄFER:

Aber es gibt ja noch andere Restaurants.

PROFESSOR:

Michael hat eine Lösung und rettet den Abend.

EVA SCHÄFER:

Na ja, warum nicht?

1:51

PROFESSOR:

Hören Sie was man fragt, wenn man sich nicht sicher ist.

MICHAEL:

Guten Tag. Ich bin doch hier richtig bei Schäfer?

PROFESSOR:

Wie man einen Vorschlag macht.

EVA SCHÄFER:

Wir gehen ins Restaurant.

PROFESSOR:

Und wie man allgemein um Information bittet.

HERR SCHÄFER:

Was haben Sie denn so zu essen?

PROFESSOR:

Marion!

MARION:

Hallo!

PROFESSOR:

Hallo. Guten Abend!

MARION:

Guten Abend.

PROFESSOR:

Schön, dass du da bist. Bitte komm rein! Oh, sehr schick.

MARION:

Findest du? Hier. Ich hab dir eine Kleinigkeit mitgebracht.

PROFESSOR:

Vielen Dank. Wie nett von dir. Pralinen.

MARION:

Mozartkugeln.

PROFESSOR:

Etwas Besonderes! Aber bitte setz dich doch. Ich bin in der Küche noch beschäftigt.

MARION:

Ja, OK. Du hast aber eine schöne Wohnung, Bob.

PROFESSOR:

Danke. Sie gehört mir aber nicht. Ich hab sie für den Sommer gemietet - bis wir fertig sind mit unserem Deutschkurs.

MARION:

Mmh.... dfas riecht aber gut.

PROFESSOR:

Ich hoffe, du isst gern italienisch.

MARION:

Oh ja.

3:18

PROFESSOR:

Ich mache Ravioli caprese nach einem Rezept von meiner Mutter.

MARION:

Und, kannst du gut kochen?

PROFESSOR:

Na, sagen wir, ich koche gern. Hast du Hunger?

MARION:

Oh, und wie!

PROFESSOR:

Das Essen ist fertig.

PROFESSOR:

Na, wie schmeckt's?

MARION:

Gut! Lecker!

PROFESSOR:

Vielleicht mache ich doch noch Fortschritte als Koch.

3:59

Und zum Nachtisch gibt's Schwarzwälder Kirschtorte. Leider ist die Torte nicht selbst gemacht. In der Nähe ist eine kleine Konditorei. Da bekommt man alles.

MARION:

Die Torte sieht so lecker aus, aber Bob, ich kann nicht mehr. Ich bin so satt!

PROFESSOR:

Ach, wenigstens ein bisschen. Schokolade, Kirschen, Sahne... wie kannst du da nein sagen?

MARION:

Na ja, gut. Für einen kleinen Nachtisch ist da mit Sicherheit noch Platz.

PROFESSOR:

Ooh, Kirschen, Schokolade, Sahne.

MARION:

Danke. Lecker.

4:54

Das Essen war ausgezeichnet, Bob. Vielen Dank.

PROFESSOR:

Ja, es war auch höchste Zeit, dass wir feiern. Wir haben in den letzten Wochen sehr viel geleistet.

MARION:

Oh, ja. Es war wirklich eine gute Idee von dir, besonders die Torte.

PROFESSOR:

Aha! Seit ich in Deutschland studiert habe, kaufe ich öfter Schwarzwälder Kirschtorte. Für mich ist das etwas Besonderes.

MARION:

Ja, für meine Familie und mich ist es auch etwas Besonderes. An jedem Geburtstag gibt es nachmittags Schwarzwälder Kirschtorte und am Abend lade ich meine Freunde zum Essen ein.

PROFESSOR:

Jeder feiert seinen Geburtstag anders. In Deutschland ist es Sitte, dass man die Gäste zum Essen einlädt und für sie kocht. Oder man lädt sie ins Restaurant ein.

5:43

CLAUDIA:

Meinen Geburtstag feiern wir unter Freunden oder in der Familie. Das beginnt meist um Mitternacht. Wir zünden Kerzen an, also so viele wie man Geburtstag hat, Kerzen werden angesteckt. Dann wird eine Flasche Sekt aufgemacht, angestossen um zwölf Uhr und man umarmt sich. Ja, und dann beginnt der Tag mit dem Frühstück zusammen. Das ist ganz wichtig, ein gemeinsames Frühstück und am Nachmittag kommen Gäste zum Kaffee.

DIRK:

An meinem Geburtstag mach ich meistens was mit meinen Freunden. Früher als ich kleiner war hatten wir immer diese schönen Kindergeburtstage mit Kerzen und Kuchen, und ich hab dann viele Freunde eingeladen. Heute sieht das alles ganz anders aus. Ich gehe mit meinen Freunden in die Stadt.

ERIKA:

Geburtstage sind natürlich immer wichtig. Die sind wichtig wenn man jung ist, vor allen Dingen Kindergeburtstage wenn man ganz klein ist, und nachher werden sie wieder wichtiger wenn man 50, 60, 70, 80 wird, so wie ich, wenn man älter wird. Aber ein Geburtstagsbild, wenn ich schon an Geburtstage denke, das immer alle so verrückt finden, ist: Ich bin 1937 geboren und ich habe ein Bild von mir, als ich fünf Jahre geworden bin, wo ich ein kleines Mützchen aufhabe mit einem Hakenkreuz drauf und eine Fahne schwenke mit einem Hakenkreuz drauf. Trotzdem, mein Vater war kein Nazi aber zu Geburtstagen wurde eben... das gab es eben. Es gab nichts anderes, und wenn gefeiert wurde, war Hitler auch involviert. So das ist eins der schlimmen Erinnerungen die ich habe, wenn ich an Geburtstage denke.

 

MINI DRAMA

7:36

HERR SCHÄFER:

Oh, die Bohnen. Die Bohnen müssen dazu. Hast du die Bohnen gewaschen?

FRAU SCHÄFER:

Ja, sofort.

EVA SCHÄFER:

Mmm... was wird denn das??

FRAU SCHÄFER:

Musst du Papa fragen, der ist heute Chefkoch.

EVA SCHÄFER:

Aha, wer Kartoffeln schält ist also der Chefkoch.

HERR SCHÄFER:

Lammrücken provencal!

EVA SCHÄFER:

Na, hoffentlich vergisst du nicht wieder zu würzen!

HERR SCHÄFER:

Ich würze genau nach Kochbuch.

EVA SCHÄFER:

Mm-hm... das hast du beim letzten Mal auch gesagt.

"Lammrücken provencal! Knoblauch, eine Möhre, Thymian." Hast du auch Thymian dran?

HERR SCHÄFER:

Ich koche!

FRAU SCHÄFER:

Halt, lass auf!

EVA SCHÄFER:

Schmeckt nicht schlecht. Aber das Salz fehlt. Typisch. Papa spart immer mit dem Salz.

HERR SCHÄFER:

Salz kommt später.

EVA SCHÄFER:

Na gut, wenn alles fertig ist, komme ich und würze.

HERR SCHÄFER:

Würzen kann ich auch selber. So. Ich geh jetzt noch mal in den Keller und hol den Wein hoch.

FRAU SCHÄFER:

Und Mineralwasser! Bringst du bitte gleich ein paar Flaschen Mineralwasser mit.

HERR SCHÄFER:

Mach ich. Ja.

9:07

FRAU SCHÄFER:

Ich mach' mich dann schon mal fertig, ja?

HERR SCHÄFER:

Hm, das sieht ja schon lecker aus. Jetzt noch die Gewürze.

HERR SCHÄFER:

Ja! Ich geh schon.

9:44

Schäfer. Ja, Herr Petersen? Du könntest auch ruhig mal helfen.

EVA SCHÄFER:

Ja, ja, mach ich ja!

Ich glaube, ich verschwinde wieder. Viele Köche verderben den Brei.

10:31

HERR SCHÄFER:

Ich geh schon...

Hallo Renate! Herzlich willkommen!

FRAU CORNELIUS:

N'Abend, Dieter.

HERR SCHÄFER:

Hallo, Uwe, alter Junge. Komm rein!

HERR CORNELIUS:

Hm, das duftet ja wieder bei euch.

FRAU CORNELIUS:

Ja, herrlich.

FRAU SCHÄFER:

Hallo, ihr Lieben, schön dass ihr da seid.

HERR CORNELIUS:

Karin, für die Köchin.

FRAU SCHÄFER:

Oh nein, heute hat Dieter gekocht.

HERR SCHÄFER:

Lammrücken provencal. Und dazu einen Bordeaux Jahrgang '89.

FRAU CORNELIUS:

Mmmm.... mir läuft ja das Wasser im Mund zusammen.

FRAU SCHÄFER:

Dieter, probier mal! Der schöne Lammrücken, die Bohnen, die Kartoffeln, alles total versalzen.

11:37

MICHAEL:

Guten Tag. - Ich bin doch hier richtig bei Schäfer?

EVA:

Ja. - Michael Händel? Ich bin Eva Schäfer. - Tag.

MICHAEL:

Guten Tag.

EVA:

Na, dann komm mal rein.

MICHAEL:

Guten Tag, Frau Schäfer.

FRAU CORNELIUS:

Das ist nett, aber ich bin nicht die Gastgeberin. Frau Schäfer ist in der Küche.

EVA:

Ich denke Papa kocht?

HERR SCHÄFER:

Ich versteh das nicht. Ich habe genau nach Rezept gewürzt.

EVA

Was ist? Die Gäste warten.

FRAU SCHÄFER:

Das kann man nicht essen. Ist alles total versalzen.

EVA:

Ooh... Hab ich ja gesagt: Papa kann nicht richtig würzen!

HERR SCHÄFER:

Unsinn! Ich habe genau nach Rezept gewürzt.

FRAU SCHÄFER:

Ja, also, egal wie es passiert ist... Die Frage ist, was machen wir jetzt?

EVA:

Ich weiss was.

HERR SCHÄFER:

Was?

EVA:

Wir gehen ins Restaurant.

12:34

EVA:

Pech gehabt. Heute Ruhetag.

FRAU SCHÄFER:

Aber es gibt ja noch andere Restaurants.

EVA:

Nein!

FRAU CORNELIUS:

Geschlossene Gesellschaft!

FRAU SCHÄFER:

Das kann doch nicht wahr sein!

Geschlossene Gesellschaft.

HERR SCHÄFER:

Also langsam ist es mir egal, was ich esse. Hauptsache irgendwas.

MICHAEL:

Na ja, wenn das so ist. Ich hätte da eine Idee. Gleich hier in der Nähe... Da hab ich gestern gegessen.

EVA:

Und da ist kein Ruhetag?

HERR SCHÄFER:

Na ja dann. Gehen wir hin.

MICHAEL:

So, da ist es!

FRAU CORNELIUS:

Wo?

MICHAEL:

Da!

EVA:

Na ja, warum nicht?

13:53

FRAU CORNELIUS:

Mal was anderes.

HERR CORNELIUS:

Warum nicht.

HERR SCHÄFER:

Guten Abend. Kann man bei Ihnen.... Ich meine ... was haben Sie denn so zu essen?

BUDENBESITZER:

Alles. Alles vom Feinsten. Was hätten Sie denn gern?

EVA:

Wer möchte Lammrücken provencal??

BUDENBESITZER:

Leider, Lammrücken ist aus. Aber sonst haben wir alles, was das Herz begehrt:

..Bratwurst...

... Hering...

... Bockwurst...

schöne Pommes...

HERR SCHÄFER:

So schlecht schmeckt es gar nicht.

EVA:

Möchte vielleicht jemand nachwürzen??

 

REVIEW

14:48

PROFESSOR VO:

Die Schäfers haben gelernt, nicht zu viel Salz zu benutzen. Und was haben wir gelernt?

Was man sagt, wenn man sich nicht sicher ist.

MICHAEL:

Guten Tag. - Ich bin doch hier richtig bei Schäfer? [captioned]

EVA:

Ja.

PROFESSOR VO:

Und wie man einen Vorschlag macht.

EVA:

Wir gehen ins Restaurant.

PROFESSOR VO:

Und wie man allgemein um Information bittet.

HERR SCHÄFER:

Was haben Sie denn so zu essen?

BUDENBESITZER:

Alles. [end captions]

PROFESSOR:

Übrigens, Michael wird tatsächlich interessanter in der Geschichte.

MARION:

Ja. Und vor allem die Familie Schäfer. Die gefällt mir. Der Chef, seine Frau, die Tochter-- da ist richtig was los.

PROFESSOR:

Diese Familie ist aber ganz anders als deine.

MARION:

Oh ja. Das kann man wohl sagen. Aber ich denke, wir sollten uns in der nächsten Folge auf diese Familie konzentrieren.

PROFESSOR:

Aber zuerst... Du weisst, was wir tun müssen.

MARION:

Was denn?

PROFESSOR:

Die Wiederholung.

MARION:

Ach, die Wiederholung. Die hätt ich fast vergessen.

 

16:00 END


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