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FOKUS DEUTSCH

Episode 10


ANNENBERG ANNC.
MUSIC AND CREDITS
TITLE
with
Dr. Robert Di Donato
Miami University
Oxford, Ohio
and
SUSANNE DYRCHS
as
"Marion"


PREVIEW

:33

ENGLISH VO:

 

In episode 10, Marion writes the story of Michael and his high school newspaper, "Die Wespe", which means "The Wasp." Michael has written an article about a teacher, Herr Bolten and his unfair grading practices. Michael is called into the principal's office and may be punished for his article. His classmates, including a young woman named Silke, stage a protest to support Michael.

     

As you watch, listen to how the students and teachers express outrage.

 

HERR BOLTEN:

 

Das...das... das ist eine... eine Frechheit ist das!

 

SILKE:

 

Der spinnt doch!

 

ENGLISH VO:

 

How the secretary apologizes for interrupting.

 

SECRETARY:

 

Entschuldigen Sie die Störung, Herr Direktor.

 

ENGLISH VO:

 

How Silke's friend compliments Michael on the article.

 

KARIN:

 

Dein Artikel ist echt Klasse!

 

ENGLISH VO:

 

And how Herr Bolten begins to come to terms with the students.

 

HERR BOLTEN:

 

Na gut. Reden wir darüber!

1:33

PROFESSOR:

 

Marion! Hallo!

 

MARION:

 

Hallo! Sie haben mich jetzt erschreckt.

 

PROFESSOR:

 

Oh. Entschuldigen Sie. Was machen Sie denn da?

 

MARION:

 

Nicht so schlimm. Also, was halten Sie davon?

 

PROFESSOR:

 

"Die Wespe"? Was is'n das?

 

MARION:

 

Das ist eine Schülerzeitung. Die ist wirklich Klasse. Und schauen Sie mal auf Seite 3.

 

PROFESSOR:

 

Seite drei.

 

MARION:

 

Das ist der Artikel von Michael.

 

PROFESSOR:

 

Mmh. Der Lehrer wird bestimmt darauf reagieren.

 

MARION:

 

Mmh, genau.

 

PROFESSOR:

 

Und nicht gerade positiv. Er wird bestimmt böse sein.

 

MARION:

 

Ja. Aber das treibt unsere Geschichte voran!

 

PROFESSOR:

 

Ach, ich weiss es nicht, Marion.

 

MARION:

 

Doch, doch! Es gibt Ärger und genau das ist es, was wir jetzt brauchen.

 

PROFESSOR:

 

Ich fürchte, Michael wird da Probleme kriegen.

 

MARION

 

Darauf können Sie wetten.

 

 

MINI DRAMA

2:30

PROFESSOR VO:

 

Also, wo beginnt die Geschichte?

 

MARION VO:

 

Michael ist im Bus auf dem Weg zur Schule. Ach, wie langweilig! Er sollte eine Freundin haben.

 

PROFESSOR VO:

 

Meinen Sie?

 

MARION VO:

 

Na klar! Auf jeden Fall. Nennen wir sie Silke.

 

KARIN:

 

Hallo Silke!

 

SILKE:

 

Hallo Karin!

 

KARIN:

 

Hast du den Artikel von Michael gelesen?

 

SILKE:

 

Klar, der ist echt Klasse.

 

KARIN:

 

Eh, wo willst du hin? Wir müssen noch "Die Wespe" verteilen.

 

SILKE:

 

Ja, gleich. Ich komm gleich.

 

KARIN:

 

Michael!

 

SILKE:

 

Hallo! Guten Morgen!

 

MICHAEL:

 

Hi.

 

SILKE:

 

Komm, die anderen warten schon.

 

MICHAEL:

 

Nun mal langsam, ja.

 

SILKE:

 

Was ist los? Hast du schlechte Laune?

 

MICHAEL:

 

Wieso?

 

SILKE:

 

Ist ja schon gut.

3:44

RUDI:

 

Da seid ihr ja. Na endlich.

 

MICHAEL:

 

Wow, echt stark. Die Wespe ist gut gelungen.

 

SILKE:

 

Und die Wespe kann stechen, genau wie dein Artikel.

 

KARIN:

 

Dein Artikel ist echt Klasse!

 

SCHÜLERIN:

 

Ehrlich, toll! "Boltens Notenlotto!"

 

2.SCHÜLERIN:

 

Ich hör ihn schon:

     

Das ist ja... das ist ja.... das ist ja eine Frechheit! Eine Frechheit!

 

SILKE:

 

Raus jetzt. "Die Wespen" verteilen!

4:33

SCHÜLER:

 

Neueste Ausgabe. "Die Wespe!"

 

MICHAEL:

 

"Die Wespe" sticht wieder zu!

 

SILKE:

 

Oberstudienrat "Boltens Notenlotto!"

 

MICHAEL:

 

Neueste Ausgabe! "Die Wespe" sticht wieder zu! Neueste Ausgabe! "Die Wespe"....

 

1. MÄDCHEN:

 

Eh, zeig mal, super!

 

2. MÄDCHEN:

 

"Bolten's Notenlotto."

 

3. MÄDCHEN:

 

Stimmt genau!

 

1. MÄDCHEN:

 

Ja. Der Bolten ist echt unfair.

 

HERR BOLTEN:

 

Ah, die neue Zeitung ist da.

 

2. MÄDCHEN:

 

Passt auf, da kommt er!

 

HERR BOLTEN:

 

Zeigt doch mal.

 

1. MÄDCHEN:

 

Wir müssen zum Unterricht, Herr Bolten.

 

HERR BOLTEN

 

Bolten's Notenlotto!.....Unverschämtheit.... Keine gerechten Noten ... Das... das... das ist eine... eine Frechheit ist das!

5:49

FRAU KLEIN:

 

Herr Bolten!

 

HERR BOLTEN:

 

Tag!

 

FRAU KLEIN:

 

Wo wollen Sie denn hin?

 

HERR BOLTEN:

 

Ich muss mit dem Direktor sprechen.

 

FRAU KLEIN:

 

Nein, das geht jetzt nicht!

 

HERR BOLTEN:

 

Was? Sie lesen das auch?

 

FRAU KLEIN:

 

Herr Bolten...

 

HERR BOLTEN:

 

Das... ist mir in dreissig Jahren nicht passiert!

 

FRAU KLEIN:

 

Herr Bolten, das ist doch eher komisch.

 

HERR BOLTEN:

 

Das ist nicht komisch, das ist eine Lüge! Das... das... ist eine Frechheit! Eine Unverschämtheit!

 

HERR LENZEN:

 

Was ist eine Unverschämtheit?

 

HERR BOLTEN:

 

Hier! Hier! Das ist mir seit dreissig Jahren noch nicht passiert. Das... das ist eine Frechheit, eine unverschämte Frechheit.

6:42

HERR BOLTEN:

 

Ich finde das nicht komisch! Meine Noten sind korrekt. Das muss bestraft werden!

 

HERR LENZEN:

 

Ja, ja, Herr Bolten. Lassen Sie mich bitte erst mal zu Ende lesen!

     

"...Schülernoten nach Sympathie vergeben... ungerecht..." Na ja, das geht wirklich ein bisschen weit!

 

HERR BOLTEN:

 

Das geht nicht ein bisschen weit, das geht viel zu weit! Ich verlange, dass der Schüler bestraft wird.

 

HERR LENZEN:

 

Frau Klein!

 

FRAU KLEIN:

 

Ja?

 

HERR LENZEN:

 

Frau Klein, sagen Sie doch bitte dem Schüler...

 

HERR BOLTEN:

 

Michael Händel...

 

HERR LENZEN:

 

Sagen Sie doch bitte dem Schüler Michael Händel... In welcher Klasse ist der eigentlich?

 

HERR BOLTEN:

 

In der 12.

 

HERR LENZEN:

 

...Also, sagen Sie bitte dem Schüler Michael Händel aus der 12, er soll in der nächsten grossen Pause zu mir kommen!

 

FRAU KLEIN:

 

Ja.

 

HERR LENZENL:

 

Zufrieden?

7:56

1. MÄDCHEN:

 

Hast du Michael gesehen?

 

2. MÄDCHEN:

 

Ja, in der Raucherecke.

 

1. MÄDCHEN:

 

Michael, du sollst sofort zum Direktor kommen.

 

HERR BOLTEN:

 

... Konsequenzen haben! Nein, nein. So geht das nicht. Das ist ja unmöglich. Das muss eine Strafe geben.

 

FRAU KLEIN:

 

Entschuldigen Sie die Störung, Herr Direktor. Ich hab da eine Frage.

 

HERR LENZEN:

 

Ja, kommen Sie. Tja, ich denke, wir haben alle Argumente gehört. Herr Händel, wir sprechen uns dann später.

8:43

SILKE:

 

Der bleibt aber lange.

 

SCHÜLERIN:

 

"Die Wespe" hat zu gut gestochen.

 

SILKE:

 

Und, wie war's?

 

SCHÜLERIN:

 

Was hat er gesagt?

 

MICHAEL:

 

Tja, also eigentlich...

 

SCHÜLER:

 

Jetzt mach's nicht so spannend.

 

RUDI:

 

Mensch, lass dir nicht alles aus der Nase ziehen.

 

SILKE:

 

Wer war denn dabei?

 

MICHAEL:

 

Der Direktor und Bolten.

 

SCHÜLERIN:

 

Ja und?

 

MICHAEL:

 

Na der Direktor war eigentlich ganz okay, aber Bolten hat immer wieder gesagt: "Das muss eine Strafe geben. Das wird Konsequenzen haben!"

 

SILKE:

 

Der spinnt doch.

     

Ruhe! Leute, jetzt hört doch mal auf!!! Wir müssen in Ruhe überlegen, was wir da tun können. Michael darf nicht bestraft werden.

 

SCHÜLERIN:

 

Genau. Michael hat doch nur geschrieben, was wir alle denken.

 

RUDI:

 

Ja, hat jemand 'ne Idee?

9:33

MARION:

 

Eine Frechheit! Ja, ist doch bescheuert was der Lehrer macht. Der spinnt doch. Die Schüler regen sich absolut zu recht auf! Sie müssen etwas unternehmen. Mmmm.. sie protestieren. Eine Demonstration!

 

PROFESSOR VO:

 

Warum? Bloss weil Michael diesen Artikel geschrieben hat?

 

MARION VO:

 

Sie müssen demonstrieren. Sie wollen Michael doch unterstützen. Pressefreiheit in der Schule!

 

PROFESSOR:

 

Entschuldigen Sie wenn ich hier unterbreche, Marion.

 

MARION:

 

Mmh. Ich weiss. Der Protest. Meinen Sie, das ist zuviel?

 

PROFESSOR:

 

Ich glaub schon.

 

MARION:

 

Aber manche Schülerinnen und Schüler in Deutschland sind politisch und sozial engagiert.

 

PROFESSOR:

 

Stimmt.

 

MARION:

 

Ja, sie demonstrieren, sie protestieren, sie engagieren sich einfach für alles, für Politik, für Umwelt, für ihre Rechte.

 

PROFESSOR:

 

Aber wir wollen doch ein Happy End, oder?

 

MARION:

 

Ein Kompromiss? Okay, reden wir darüber!

11:12

SILKE:

 

Herr Lenzen, wir möchten gerne mit Ihnen über den Artikel "Notenlotto" sprechen!

 

HERR LENZEN:

 

Na gut, aber nur ganz kurz bitte.

     

Und ich möchte gerne, dass ihr mit Herrn Bolten sprecht!

 

MICHAEL:

 

Herr Bolten! Ich möchte Sie bitten, mit uns über den Artikel zu sprechen.

 

HERR BOLTEN:

 

Ich weiss nicht worüber wir da noch reden sollten.

 

SHÜLERIN:

 

Wir wollten Sie doch nicht beleidigen, Herr Bolten.

 

SILKE:

 

Aber eine Schülerzeitung ist doch dazu da...

 

HERR BOLTEN:

 

Na gut, reden wir darüber. Aber nicht hier. Guten Morgen, Herr Direktor.

 

REVIEW

12:13

MARION:

 

Na, wie war das?

 

PROFESSOR:

 

Das da, das finde ich vernünftig.

 

MARION:

 

Wenigstens reden Michael und der Lehrer jetzt wieder miteinander.

 

PROFESSOR:

 

Ich finde es gut, wie der Lehrer sich geärgert hat.

 

HERR BOLTEN:

 

Das... das... das ist eine... eine Frechheit ist das! [captioned]

 

PROFESSOR VO:

 

Und wie Silkes Freundin Michael ein Kompliment macht.

 

KARIN:

 

Dein Artikel ist echt Klasse!

 

PROFESSOR VO:

 

Und wie man sich entschuldigt, wenn man jemanden unterbricht.

 

FRAU KLEIN:

 

Entschuldigen Sie die Störung, Herr Direktor.

 

PROFESSOR:

 

Und auch was man sagt, wenn man einen Kompromiss schliessen will.

 

HERR BOLTEN:

 

Na gut. Reden wir darüber! [end captions]

12:55

PROFESSOR:

 

Sehen Sie, Marion, durch die Geschichte in der Schule lernen wir viel.

 

MARION:

 

Ja. Hat Ihnen denn Ihre Schulzeit gut gefallen?

 

PROFESSOR:

 

Meine Schulzeit? Klar doch! Besonders die Grundschule.

 

MARION:

 

Oh, ein Klassenfoto! Wo sind Sie denn?

 

PROFESSOR:

 

Erkennen Sie mich nicht?

 

MARION:

 

Ich denke, das sind Sie, oder?

 

PROFESSOR:

 

Nein, der bin ich nicht. Der bin ich!

 

MARION:

 

Oh ja, das sind Sie!

 

PROFESSOR:

 

Das war in der Grundschule. Und welche anderen Schulen gibt es?

13:30

DIRK:

 

Ich bin zur Grundschule gegangen in einem Dorf in der Nähe von wo ich gewohnt habe, in Kirchlinteln. Dann bin ich zur Orientierungsschule gegangen. Das waren zwei Jahre, waren fünfte und sechste Klasse. Und danach habe ich mich entschieden zum Gymnasium zu gehen, welches dann in Verden war.

 

ANETT:

 

Ich bin in meinem Dorf in die Schule gegangen, bis zur dritten Klasse, und dann bin ich auf eine Mittelschule gegangen und habe dort gelernt. Danach war ich zwei Jahre an einem normalen Gymnasium und bin aber später, in der neunten Klasse, auf eine ein bisschen spezielle, besondere Schule gegangen. Es ist ein Internat. Wir wohnen in der Woche in der Schule und schlafen dort und kommen aber am Wochenende nach Hause.

14:25

PROFESSOR:

 

Die Schule... So viele Erinnerungen!

 

MARION:

 

Eher so viele Alpträume! Klausuren, Arbeiten, so miserable Lehrer und all das.

 

PROFESSOR:

 

Das klingt alles so negativ.

 

MARION:

 

Oh. Das tut mir Leid. Ich hab auch ein paar gute Erinnerungen. Eine davon war meine erste grosse Liebe.

 

PROFESSOR:

 

Rüdiger?

 

MARION:

 

Rüdiger? Ach, der existiert doch gar nicht. Nein, es war Martin Bloch.

 

PROFESSOR:

 

Wie alt waren Sie denn da?

 

MARION:

 

Ich war acht Jahre alt, glaub ich. Es war in der dritten Klasse.

 

PROFESSOR:

 

War das denn eine schöne Zeit?

 

MARION:

 

Mmm......... Ich hab's! Ich hab es!

 

PROFESSOR:

 

Was ist also jetzt schon wieder?

 

MARION:

 

Na das ist es was unsere Geschichte braucht! Ein Liebesdrama!

 

PROFESSOR:

 

Och Marion! Ein Liebesdrama? Lieber nicht...

 

MARION:

 

Oh doch. Ein Liebesdrama mit Michael, Silke...und mit mir!

 

15:28 END


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