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FOKUS DEUTSCH

Episode 9


ANNENBERG ANNC.
MUSIC AND CREDITS
TITLE
with
Dr. Robert Di Donato
Miami Universityv Oxford, Ohio
and
SUSANNE DYRCHS
as
"Marion"


 

 

PREVIEW

:37

PROFESSOR:

 

Marion, könnten Sie die Geschichte hier noch einmal wiederholen?

 

MARION:

 

Ja, klar! Also. In der letzten Folge waren Michael und ich auf dem Boot.

 

MICHAEL:

 

Nichts, kein Wind.

 

MARION VO:

 

Es gab keinen Wind und deshalb konnten wir nicht zurück ans Land.

 

PROFESSOR:

 

Verschollen auf See. Marion, ich finde Sie sollten die Geschichte von Anfang an wiederholen.

 

MARION:

 

Ja. Marion Koslowski, eine junge, kreative Frau muss ihren Freund Rüdiger verlassen. Marions Vater ist arbeitslos.

 

HEINZ:

 

Ja, 'für eine Vermittlung sind Sie zu alt.'

 

MARION VO:

 

Er ist sehr deprimiert und muss eine Stelle finden, damit er seine Familie ernähren kann. Marions Mutter will die Familie zusammenhalten.

 

HEINZ:

 

Nichts! 'Für eine Vermittlung sind Sie zu alt.'

 

VERA:

 

Wir schaffen das schon. Du und ich.

 

MARION VO:

 

Marions Bruder Lars ...

 

LARS:

 

Dann ist Schluss mit deinem Rüdiger.

 

MARION:

 

... die Nervensäge...

 

PROFESSOR:

 

Marion....

 

MARION:

 

Entschuldigung!

 

HEINZ:

 

Koslowski hier. Ich rufe an wegen Ihrer Anzeige wegen der Hausmeisterstelle...

 

MARION VO:

 

Marions Vater bekommt eine Stelle als Hausmeister.

1:55

HERR BECKER:

 

So. Und wie fühlen Sie sich nach einer Woche hier in Köln? Haben Sie sich schon ein bisschen eingelebt, Herr Koslowski?

 

HEINZ:

 

Sehr gut sogar, Herr Becker. Hauptsache ich hab wieder Arbeit.

 

HERR BECKER:

 

Ja, das ist gut.

 

MARION VO:

 

Hausmeister - was für eine Stelle ist das? Ohne Ansehen, ohne Prestige.

 

PROFESSOR:

 

Hausmeister .... das ist aber doch ganz respektabel.

 

MARION:

 

Ja, aber er verdient nicht so viel Geld.

 

PROFESSOR:

 

Aber wenigstens hat er eine Stelle.

 

MARION:

 

Aber was hat diese blöde Stelle der Familie angetan!

2:32

VERA:

 

Tschüss, meine Kleine.

 

MARION:

 

Tschüss, Mama.

 

MARION VO:

 

Marion hat Angst, dass die Familie durch die neue Stelle auseinanderbricht.

 

MARION:

 

Und ruft an wenn ihr da seid! Und am Wochenende komme ich euch dann besuchen.

 

NACHBAR:

 

Fahrt vorsichtig! Tschö!

 

MARION VO:

 

Jetzt muss Marion in Rheinhausen zurückbleiben und ihre Familie zieht um-- nach Köln. Weit weg, meint sie. Und nicht in ein Haus, sondern in eine kleineWohnung!

 

VERA:

 

Heinz! Heinz, was mache ich denn jetzt mit all den Bildern?

 

HEINZ:

 

Na häng sie auf. Da zum Beispiel.

 

MARION VO:

 

Marion ist jetzt allein.

 

PROFESSOR:

 

Die Wohnung ist aber sehr schön.

 

MARION:

 

Mag sein, aber es hilft der Geschichte nicht, dass es eine schöne Wohnung ist.

3:37

   

Ein Unfall... Marion liegt im Krankenhaus. Die Lage ist sehr, sehr kritisch.

 

PROFESSOR:

 

Ach, Unsinn Marion! Sie haben sich nur den Arm gebrochen.

 

MARION:

 

Ja, aber die Geschichte ist viel interessanter, wenn ich um mein Leben kämpfen muss.

 

MARION VO:

 

Marions Eltern stehen ihr Tag und Nacht zur Seite. Sie machen sich grosse Sorgen. Marion überlebt den Unfall.

 

VERA:

 

Marion!?

 

MARION:

 

Ja was guckt ihr mich denn an wie ein Gespenst?

 

VERA:

 

Wir dachten du wärst...

 

MARION VO:

 

Sie ist aber sehr schwach. Ihre Mutter hat Schuldgefühle, weil sie Marion in Rheinhausen zurückgelassen hat.

 

VERA:

 

Dein Vater kriegt ja noch keinen Urlaub, aber wollen wir beide nicht ein paar Tage zusammen wegfahren?

 

MARION:

 

Au ja.

4:30

MARION VO:

 

Marions Mutter fährt mit ihr in den Urlaub auf eine kleine Insel. Es ist ein Ort, wo Marion sich erholen kann.

     

Marion lernt auf der Insel einen jungen Mann kennen. Sie beginnt sich für ihn zu interessieren... Sein Name - Michael.

     

Es ist eine unbedeutende Romanze aber die Situation wird kritisch. Marion und Michael... im kleinen Boot.... verlassen. Sonnenuntergang... und dann wird's ganz, ganz dunkel...Was passiert jetzt?

 

 

MINI DRAMA

5:28

FRAU HÄNDEL:

 

Ach, Frau Koslowski.

 

VERA:

 

Frau Händel, sind Marion und Michael immer noch nicht zurück vom Segeln?

 

FRAU HÄNDEL:

 

Nein. Ich mach' mir auch Sorgen. Mein Mann ist schon zum Hafen gegangen.

 

FRAU HÄNDEL:

 

Ach, da bist du ja! Und?

 

HERR HÄNDEL:

 

Sie sind noch nicht da.

 

VERA:

 

Immer noch nicht...

 

FRAU HÄNDEL:

 

Machen Sie sich keine Sorgen, Frau Koslowski. Unser Michael ist ein guter Segler.

 

VERA:

 

Hoffentlich.

 

HERR HÄNDEL:

 

Ich geh mal rüber zu Jan Klier. Vielleicht fährt er mit seinem Kutter mal raus.

 

FRAU HÄNDEL:

 

Kommen Sie doch einen Augenblick rein, Frau Koslowski.

 

VERA:

 

Danke.

6:09

MICHAEL:

 

Nichts! Kein Wind!

 

MARION:

 

Und jetzt?

 

MICHAEL:

 

Ohne Wind kann man nicht segeln.

 

MARION:

 

Mir ist kalt!

 

MICHAEL:

 

Ich mach es uns wärmer.

 

HERR HÄNDEL:

 

Nichts zu sehen.

 

JAN KLIER:

 

Ich frag mal über Funk ob jemand das Boot gesehen hat.

 

MARION:

 

Michaels Vater sucht die beiden, aber plötzlich gibt es ein Gewitter.

 

PROFESSOR:

 

Nee nee, Marion. Das Gewitter ist unrealistisch.

 

MARION:

 

Meinen Sie?

 

PROFESSOR:

 

Unbedingt.

 

MARION:

 

Na gut...

6:58

MARION:

 

Die machen sich bestimmt Sorgen.

 

MICHAEL:

 

Was soll ich machen ohne Wind!

 

MARION:

 

Eigentlich ganz gemütlich hier, oder?

 

JAN KLIER:

 

Danke "Möwe".

 

HERR HÄNDEL:

 

Also nichts?!

 

JAN KLIER:

 

Nö, nichts.

 

PROFESSOR:

 

Stop! Genug! Das kann ich nicht glauben.

 

MARION:

 

Ich auch nicht. Lassen wir es lieber weg!

7:33

HERR HÄNDEL:

 

Nichts.

 

JAN KLIER:

 

Vielleicht wollten sie zur Insel herüber.

 

HERR HÄNDEL:

 

Meinst du?

 

JAN KLIER:

 

Mach Dir keine Sorgen. Das wird schon!

     

Gib doch mal her! Na siehste! Da drüben.

 

HERR HÄNDEL:

 

Ohne Licht! Na, dem werde ich meine Meinung sagen, du.

8:18

MARION:

 

Was ist denn das?

 

HERR HÄNDEL:

 

Los, fang auf! Stop!

 

JAN KLIER:

 

Na, alles in Ordnung? Na, was hab ich dir gesagt!

 

MICHAEL:

 

Plötzlich war der Wind weg. Wir konnten nichts machen!

 

HERR HÄNDEL:

 

Ach ja! Nicht mal ein Licht setzen...

 

MICHAEL:

 

Das haben wir vergessen...

 

JAN KLIER:

 

Kann doch mal passieren. Ich sage zu Hause Bescheid, dass wir sie gefunden haben. Und du schenkst beiden mal 'nen heissen Tee ein.

 

MARION:

 

So kalt war's eigentlich gar nicht.

 

<in studio>

9:25

MARION:

 

So weit so gut.... was meinen Sie?

 

PROFESSOR:

 

Tut mir leid, Marion. Ich bin nicht sehr beeindruckt. Marion gefällt mir nicht so besonders.

 

MARION:

 

Aber warum denn nicht? Sie ist doch ganz nett.

 

PROFESSOR:

 

Sie ist zu oberflächlich.

     

Was sagen unsere Zuschauer dazu?

 

MARION:

 

Fragen wir sie!

9:52

DANIELA:

 

Marion gefällt mir, weil sie jung ist und dynamisch. Was mir weniger gefällt ist vielleicht ihre Unsicherheit.

 

IRIS:

 

Marion erinnert mich an mich selbst, als ich jünger war und was sie macht finde ich gut.

 

DIRK:

 

Ich finde die Geschichte von Marion ist sehr einfach aber dennoch interessant. Sie ist wirklich sehr hübsch, kann man sagen, und ich denke die Geschichte von Marion gefällt mir am besten.

 

ANETT:

 

Ich finde es sehr gut, dass Marion in Rheinhausen geblieben ist und bei Familie Mertens wohnt, weil das Abitur ist sehr wichtig und es ist schwierig in eine andere Schule zu wechseln.

 

ERIKA:

 

Was mir sehr an Marion gefällt ist, dass ich wirklich das Gefühl habe, ihre Familie ist wichtig, aber ihre Freunde sind ihr auch sehr wichtig.

 

GRACE:

 

Marion scheint sich mit irgendetwas zu beschäftigen. Ich weiss nicht genau, was es ist, aber ich möchte gern herausfinden womit sie sich beschäftigt.

 

PROFESSOR:

 

Lassen Sie uns diesen Teil der Geschichte hier beenden.

 

MARION:

 

Okay. Aber die beiden sollten sich wenigstens Aufwiedersehen sagen.

 

PROFESSOR:

 

Natürlich... einen Abschied.

 

MINI DRAMA contd.

11:15

MICHAEL:

 

Kommst du mal wieder?

 

MARION:

 

Kannst mich ja mal in Köln besuchen.

 

MICHAEL:

 

Ja. Vielleicht nach dem Abi.

 

MARION:

 

Ich schreib' dir!

 

VERA:

 

Marion!! Beeil dich! Wir verpassen noch den Zug.

 

MARION:

 

Machs gut!

 

MICHAEL:

 

Du auch!

 

MARION:

 

Wiedersehen!

 

HERR HÄNDEL:

 

Wiedersehen!

 

 

REVIEW

12:10

MARION:

 

So. Dieser Teil meiner Geschichte ist hiermit beendet. Haben wir wenigstens etwas Deutsch gelernt?

 

PROFESSOR:

 

Auf jeden Fall! Wir haben viel gelernt.

 

PROFESSOR VO:

 

Frau Koslowski macht sich Sorgen. [captions]

 

FRAU HÄNDEL:

 

Ach, Frau Koslowski.

 

VERA:

 

Frau Händel, sind Marion und Michael immer noch nicht zurück vom Segeln?

 

FRAU HÄNDEL:

 

Nein.

 

PROFESSOR VO:

 

Sie geht zu Frau Händel, denn Marion und Michael sind noch nicht zurück.

     

Michael und Marion sind im Boot auf dem Meer.

 

MICHAEL:

 

Pass auf!

     

Nichts. Kein Wind.

 

MARION:

 

Und jetzt?

 

MICHAEL:

 

Ohne Wind kann man nicht segeln.

 

PROFESSOR VO:

 

Es gibt aber keinen Wind.

 

JAN KLIER:

 

Gib doch mal her!

 

PROFESSOR VO:

 

Michaels Vater und Herr Klier suchen die beiden.

 

JAN KLIER:

 

Na siehste. Da drüben!

 

PROFESSOR:

 

Endlich sieht Herr Klier das Boot.

 

HERR HÄNDEL:

 

Na dem werde ich meine Meinung sagen, du.

 

PROFESSOR VO:

 

Michael und Marion sind gerettet.

 

JAN KLIER:

 

Na, alles in Ordnung?

 

PROFESSOR VO:

 

Der Urlaub ist vorbei. Marion muss die Insel und Michael verlassen.

 

MARION:

 

Wiedersehen!

 

HERR HÄNDEL:

 

Wiedersehen! [end captions]

 

PROFESSOR VO:

 

Werden sie sich je wiedersehen?

13:56

MARION:

 

Vielleicht kann man von dieser Geschichte wirklich viel lernen.

 

PROFESSOR:

 

Ja, Marion, sehr viel. Vor allem wenn man die Geschichte noch einmal anschaut. Da kann man die Geschichte besser verstehen und die Sprache wird viel leichter.

 

MARION:

 

Wir sehen die Geschichte noch einmal?

 

PROFESSOR:

 

Richtig!

 

14:17 END


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